Heiße Öfen jagen kurvigen Hang hinunter
DRK-Seifenkistenrennen lockt Fans,Fahrer und Familien
Von Susanne Walter
Schwaigern Auf große Resonanz stieß das Seifenkistenrennen des Schwaigerner Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Wir hatten eine ziemlich starke Jugendabteilung, und wollten dieser eine Attraktion bieten. Dabei sollte das eigene Kreativsein im Vordergrund stehen“, so Andreas Ohr. Daraus wurde das jährliche Seifenkistenrennen ins Leben gerufen, das auf einer dafür abgesperrten, kurvig und stark abfallenden Straße im Wohngebiet hinter dem Schloss ausgetragen wurde.
Die Gehwege auf beiden Seiten säumten am Sonntagnachmittag wieder Schaulustige aus der ganzen Region. Auch die Fahrer jeden Alters kamen längst nicht mehr nur aus Schwaigern oder den umliegenden Gemeinden. Wer ein echter Rennfahrer sein will, der nimmt auch weite Wege in Kauf. Junioren Vor den Menschentrauben grenzten alte Reifen auf beiden Seiten die Fahrbahn ab. Dahinter standen die Eltern von Lennart Penz mit mulmigem Gefühl im Bauch. Ab acht Jahren dürfen die Kinder in der Juniorklasse starten. Gleich 19 wollten es in diesem Jahr wissen. Dazu kamen zwölf Senioren und 13, die in der Freestyleklasse ihr Glück versuchten.
Lennart Penz aus Schwaigern hatte sein Gefährt zusammen mit seinem Freund Robin Kiefer und dessen Großvater konstruiert und zusammengebaut. Üben konnten die beiden nur an einem abschüssigen Stück vor der Garage, das in einen Garten mündete, also kein Vergleich zur Rennstrecke. Robin Kiefer und sein Silberpfeil, wie er seine Seifenkiste genannt hat, sind schon seit einigen Jahren ein Team.
Nach dem ersten Durchgang nahm der Elfjährige den Helm vom Kopf und erklärte, dass es „ganz gut gelaufen“ sei. „Angst hatte ich nicht, aber Respekt vor der Bahn“, meinte er und schaute zurück auf die Kurven. Die hatten es in sich, und auch die älteren Teilnehmer mussten ihre ganze Konzentration aufbringen, um möglichst gut abzuschneiden.
Endstufe Da war etwa der 46-jährige Andi Ohr, selbst DRK-Mitglied in Schwaigern und parallel dazu in leitender Position bei der Feuerwehr. Deren Jugendmannschaft ging prompt mit einem feuerroten Spielmobil mit Blaulicht an den Start.
Fahrer Christian Dommel, 15 Jahre, demonstrierte vor seiner Abfahrt noch schnell wie gut die Endstufe funktionierte, die er auf die „Motorhaube“ montiert hatte. Andi Ohr trat mit einer selbst gefertigten Stahlrohrkonstruktion an. Viele Teilnehmer hatten in den Jahren davor nur zugeschaut. „Da hab ich mir gewünscht, auch mitzumachen“, erinnerte sich der zwölfjährige Robin Winkler aus Schwaigern. Und so schwierig sei es schließlich gar nicht, eine Seifenkiste selbst zu bauen. „Wir haben uns im Internet schlau gemacht, und schon ging es los“, erklärt Robin Winkler.
Dieser Bericht wurde freundlicher Weise von der Heilbronner Stimme zur Verfügung gestellt.
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